Bushaltestelle „Stadtpark“ in Mainz

Projektanfrage

Antiker Frauenkopf aus Beton

Fahrgäste der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), die unter der Marke „Mainzer Mobilität“ Bus- und Tramverkehre in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt erbringt, können die Wartezeit an der Haltestelle „Stadtpark/LEIZA“ künftig im Schutz einer Beton-Skulptur verbringen, die den stark vergrößerten, liegenden Kopf einer antiken Venus-Statue als Hohlform zeigt.

Vorausgegangen war ein europaweiter Wettbewerb, den der Berliner Künstler Nikolai von Rosen im November 2021 für sich entscheiden konnte. Zusammen mit dem Architekten und Künstler Jonathan Banz entwarf er den antiken Frauenkopf als Negativabdruck in einem Betonblock.

Die Venus-Skulptur wurde von dem Künstler Nikolai von Rosen, Jonathan Banz,

der Bauunternehmung Karríe und der BTB Betontechnik GmbH aus Mörfelden umgesetzt.

Am Ende stand der 3,9 m hohe Betonquader mit einer Breite von 4,4 m – die Betonage war gelungen.

Auszug Artikel DBZ Deutsche Bauzeitschrift 03/2025

Die Kunsthaltestelle war im Betonguss aufwändig, weil sie durch die Unterschneidung einen höheren Reflexionsgrad brauchte. Es musste gewährleistet sein, dass der Beton wirklich in alle Hohlräume hineinläuft. Deshalb gab es vorher viele Tests hinsichtlich der Zusammensetzung des Betons, aber auch hinsichtlich der Wärmeentwicklung während der Aushärtung. So wurde dann ein mit relativ wenig Zement versetzter, möglichst flüssiger Beton bis ungefähr zur Hälfte verwendet. Um den Schalungsdruck der Gesamtform nicht zu stark zu erhöhen, wurde dann darüber mit Beton abnehmender Viskosität gegossen. Oder mit den Worten unseres wunderbaren Betontechnologen Stefan Bley: „Bis zur Nase flüssig wie Honig“ gießen, danach konventionell.

Impressionen